Stichworte von A-Z


Akute Belastungsstörungen


Akute Psychose

Angststörungen

Borderline-Persönlichkeitsstörungen

Depressionen

Ess-/Brechsucht

Magersucht

Manisch- depressive Erkrankungen

Panikstörungen

Posttraumatische Belastungsstörung

Privatpatienten

Psychosomatische Störungen

Selbstmordgefährdung

Sexuelle Funktionsstörungen

Soziale Phobien

Spezialangebot für Migranten aus dem russischen, polnischen und türkischen Sprachraum 

Sucht allgemein

Traumatherapie

Zwangsstörungen

 


 

Akute Belastungsstörungen

 

Akute Belastungsstörungen sind eine direkte Folgewirkung belastender lebensgeschichtlicher Einflüsse. Zu den Symptomen gehören unangenehme Erinnerungen, Alpträume, Gefühle des Betäubtseins, Teilnahmslosigkeit der Umgebung gegenüber und depressive Verstimmung.

 

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Akute Psychosen

 

Psychosen äußern sich in der Regel durch Stimmungsänderungen, oft im Sinne vermehrter Angst und Unruhe, Nervosität, selten aber auch im Sinne euphorisch gehobener Verfassung. Auffällig können ebenso gedankliche Veränderungen sein, zum Beispiel merkwürdige Ideen und eigenartige Grübeleien. Psychosen werden in der akuten Erkrankungsphase medikamentös mit so genannten Neuroleptika behandelt. Das Regulieren der psychotischen Fehlfunktionen dauert allerdings eine Zeit. Oft bringt ein Aufenthalt im Krankenhaus die erste Stabilisierung. Je nach Schwere des Krankheitsbildes ist auch eine ambulante oder tagesklinische Behandlung möglich.

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Angststörungen

 

Angststörungen sind keine Erkrankung. Mit ihnen beschreibt man Zustandsbilder, denen möglicherweise psychische Störungen oder Krankheiten zugrunde liegen, die jedoch auch als Reaktion auf körperliche und seelische Belastungen auftreten können. Kernsymptom ist eine anhaltende und situationsunabhängige Angst beziehungsweise Besorgnis. Die Angststörung wird in der Regel von Nervosität, Zittern, Schwitzen, Herzklopfen, Schwindelgefühlen und Oberbauchbeschwerden begleitet. Befürchtungen, Sorgen und Leistungsminderung können die Folge sein.

 

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Borderline-Persönlichkeitsstörungen

 

Die Dialektisch-Behaviorale-Therapie oder kurz DBT richtet sich an Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen. Sie hilft den Patienten, Verhaltens-, Gefühls- und Denkmuster zu verändern, die zu Schwierigkeiten und seelischen Belastungen führen. Im Einzelnen geht es um das Verringern von chaotischen zwischenmenschlichen Beziehungen, starken Gefühls- und Stimmungsschwankungen, übermäßiger Impulsivität sowie Identitätsunsicherheit und Denkstörungen. Außerdem können zwischen-menschlichen Beziehungen, die Fähigkeiten zur Regulation von Stimmungsschwankungen, Spannungs- und Frustrationstoleranz und die Fähigkeit zur Achtsamkeit für sich und andere gefördert werden. Nähere Informationen zu den Angeboten des Krankenhauses finden Sie hier.

 

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Depression

 

Zwischen 10 und 20 Prozent aller Menschen machen mindestens einmal in ihrem Leben eine schwere depressive Phase durch – nur wird diese oft nicht erkannt oder nicht angemessen behandelt, obwohl der Betroffene dringend Hilfe benötigt. Wichtige Anzeichen für Depressionen sind schwere Gemütsverstimmung, Hoffnungslosigkeit, das Gefühl innerer Leere, Konzentrationsstörungen und eine starke Neigung zum Grübeln. Depressive Menschen fühlen sich außerdem oft abgeschlagen oder empfinden konkrete Kopf-, Brust- oder Unterleibsschmerzen. In der Akutphase erfolgt meist eine medikamentöse Behandlung. Sie kann je nach Schwere ambulant, in einer Tagesklinik oder auch stationär erfolgen. Eventuell kommen unterstützende Psychotherapien hinzu.

 

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Ess-/Brechsucht

 

Bulemie ist ein Teufelskreis: Essanfälle wechseln mit dem Bestreben ab, die aufgenommene Nahrung wieder loszuwerden – sei es durch Hungerperioden, Abführen, Ausschwemmen oder Erbrechen. Obwohl bulimische Patienten eine krankhaft übersteigerte Besorgnis um ihre Figur haben, gelingt es ihnen in der Regel, ein durchschnittliches oder leicht unterdurchschnittliches Gewicht zu halten. Doch es besteht die Gefahr von Stoffwechselstörungen, verbunden mit einem unzureichendem Wasser- und Elektrolythaushalt. Zur Behandlung gehören auch körperliche und laborchemische Untersuchungen. Dann bedarf es meist verhaltenstherapeutischer ambulanter oder stationärer Psychotherapie. Eine wichtige Ergänzung professioneller Hilfe kann auch das offene Gespräch unter gleichermaßen Betroffenen im Rahmen von Selbsthilfegruppen sein.

 

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Magersucht

 

Magersüchtige schätzen ihren eigenen, sehr mageren Körper vollkommen falsch als unförmig und „fett“ ein. Magersucht betrifft überwiegend Mädchen und Frauen und tritt meist in der Pubertät erstmals in Erscheinung. Die Betroffen essen ungern im Beisein Dritter, sie sind mit dem eigenen Körper unzufrieden und sind oft selbstunsicher und niedergeschlagen. Das führt dazu, dass sie sich häufig sozial isolieren. Ein erster wichtiger Schritt zur Besserung ist getan, wenn die Erkrankten ihre Essstörung ansprechen können. Danach können sie zu Verhaltensänderungen angeleitet werden. Dies erfordert häufig ambulante oder stationäre Psychotherapie beziehungsweise psychiatrische Behandlung. Grundlegende Behandlungsziele sind, das Verhältnis zum eigenen Körper zu normalisieren und wieder ein akzeptables Körpergewicht zu erreichen.

 

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Manisch- depressive Erkrankungen

 

Manisch- depressive Erkrankungen machen sich meistens zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr erstmalig bemerkbar. Die manischen Phasen sind bestimmt von euphorischer Hochstimmung, unbändigem Tatendrang und maßloser Selbstüberschätzung. In den depressiven Phasen fühlen sich die Betroffenen schwung- und lustlos, schwermütig und matt. Sie haben quälende Ein- und Durchschlafstörungen. Nur wenige Patienten erkennen ihre Erkrankung während der akuten Phase, so dass oft Angehörige und Freunde den Anstoß zur Behandlung geben müssen. Diese erfolgt mit Medikamenten und je nach Schwere der Erkrankung im Krankenhaus oder ambulant in der Tagesklinik.

 

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Panikstörung

 

Eine Panikstörung ist durch schwere Angstattacken gekennzeichnet. Dabei treten körperliche Symptome auf, beispielsweise Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Atemnot, Beklemmungsgefühle in der Brust, Übelkeit und Missempfindungen. Häufig befürchten die Betroffenen, die Kontrolle zu verlieren oder „verrückt“ zu werden.


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Posttraumatische Belastungsstörung

 

Eine Posttraumatische Belastungsstörung bezeichnet das Wiedererleben einer traumatisierenden Erfahrung, häufig Erlebnissen von körperlicher Gewalt. Darüber hinaus werden Raum, Zeit und die eigene Person nicht richtig wahrgenommen. Betroffenen bieten wir Hilfe in unserer Gewaltopferambulanz an.


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Psychosomatische Störungen

 

Auslöser für psychosomatischen Störungen können vielfältige körperliche Symptome sein, für die sich keine organische Erklärung finden lässt. Diese bestehen oftmals seit vielen Jahren und können sich auf jedes Organ und jeden Körperteil beziehen. Zumeist liegen Schmerzen, Funktionsstörungen, aber auch Organveränderungen, zum Beispiel Hautveränderungen, vor. Psychosomatische Störungen führen mit zunehmender Dauer auch zu psychischen Problemen wie Depressionen, Angst, Leistungsminderung und sozialen Funktionseinschränkungen.

 

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Selbstmordgefährdung (Suizidalität)

 

Verzweiflung, Enttäuschung, Hoffnungslosigkeit und aufkommende Todessehnsucht können in den Vorsatz übergehen, sich selbst zu töten. Häufig gehen Selbstmordgedanken mit schwersten seelischen Krisen und psychiatrischen Erkrankungen einher. Schätzen Arzt und Angehörige die Selbstmordabsichten als übermäßig ein, ist unbedingt die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus anzuraten. Häufig stehen selbstmordgefährdete Menschen dem Vorschlag, in die psychiatrische Klinik zu gehen, aufgeschlossen gegenüber: Die Aufnahme in eine Klinik entlastet sie von einem Teil ihrer Verantwortung für sich selbst. Initiative und Behandlungsmöglichkeiten der Klinik werden als Chance begriffen, die schwere seelische Krise zu beheben und die ausgeprägte psychische Störung zu lindern.

 

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Sexuelle Funktionsstörungen

 

Vielen Störungen der normalen sexuellen Funktion liegen keine organischen Krankheiten zugrunde. Behandelt werden können Störungen, die zu einer Minderung sexuellen Verlangens oder sexueller Funktionsabläufe führen sowie Probleme mit der eigenen sexuellen Identität.

 

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Soziale Phobie

 

Wer unter einer Sozialen Phobie leidet, hat Angst vor Kontakten zu Menschen, die nicht zur Familie gehören, und versucht sie so weit wie möglich zu vermeiden. Soziale Phobien sind in der Regel mit einem niedrigen Selbstwertgefühl und der Furcht vor Kritik verbunden. Es treten Symptome wie Erröten, Vermeiden von Blickkontakt, Zittern, Übelkeit und Ohnmachtsgefühle auf.

 

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Spezialangebot für Migranten aus dem russischen, polnischen und türkischen Sprachraum

 

Migrantinnen und Migranten sind häufig erheblichen Belastungen ausgesetzt, die mit ihrem Aufenthalt in der Fremde einhergehen. Dazu zählen beispielsweise sprachliche und kulturelle Barrieren, ungewohnte und oft schwierige Arbeitsbedingungen, ungünstige Wohnverhältnisse, ungesicherte Lebensperspektiven sowie Trennungserfahrungen in den familiären und anderen sozialen Umfeldern. Eine erste Kontaktaufnahme kann mit russisch-, polnisch- und türkischsprechenden Fachärzten über das Ambulante Zentrum im Rahmen einer Sprechstunde erfolgen.

 

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Sucht allgemein


Was ist Sucht/Abhängigkeit?

Es handelt sich um eine Gruppe von körperlichen, kognitiven und Verhaltensphänomenen, bei denen der Konsum einer Substanz für die betroffene Person Vorrang hat gegenüber anderen Verhaltensweisen, die früher für sie höher bewertet wurden.

Die Abhängigkeit wird durch den starken, gelegentlich übermächtigen Wunsch charakterisiert, die Substanz zu konsumieren (psychische Abhängigkeit).

Ferner kann es auch zu körperlichen Störungen kommen, wenn die Substanz abgesetzt oder die Dosis verringert wird (körperliche Abhängigkeit).

 

Welche Stoffe/Mittel machen süchtig?

Die häufigsten Verursacher substanzbezogener Störungen sind die sogenannten legalen Drogen Alkohol, Tabak und Kaffee. Die wichtigsten Vertreter der illegalen Drogen sind Cannabis, Ecstasy, LSD, Kokain, Amphetamine und Opiate.

Darüber hinaus können auch mehrere Medikamente zu einer Abhängigkeit führen, insbesondere sind dies Schlafmittel, Beruhigungsmittel und Schmerzmittel.

 

Was sind die Folgen einer Suchterkrankung?

  1. Körperliche Folgeschäden: Wie auf der Abbildung zu sehen ist, gibt es kaum ein Organ im menschlichen Körper, das nicht durch eine Abhängigkeitserkrankung betroffen oder beeinträchtigt werden kann
  2. Psychische Folgeschäden: z. B. Depressionen, Angstzustände, Psychosen
  3. Soziale Folgeschäden: z. B. sozialer Rückzug, Arbeits- und Wohnungsverlust

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Bin ich abhängig oder gefährdet?

Ein Selbsttest am Beispiel zum Alkoholkonsum:

  1. Leiden Sie in letzter Zeit häufiger an Zittern der Hände?

  2. Leiden Sie in der letzten Zeit häufiger an einem Würgegefühl oder Brechreiz, besonders morgens?

  3. Wird das Zittern und der morgendliche Brechreiz besser, wenn Sie etwas Alkohol trinken?

  4. Leiden Sie in letzter Zeit an starker Nervosität?

  5. Haben Sie in Zeiten erhöhten Alkoholkonsums weniger gegessen?

  6. Hatten Sie in der letzten Zeit öfters Schlafstörungen oder Alpträume?

  7. Fühlen Sie sich ohne Alkohol gespannt und unruhig?

  8. Haben Sie nach den ersten Gläsern ein unwiderstehliches Verlangen, weiterzutrinken?

  9. Leiden Sie an Gedächtnislücken nach starkem Trinken?

  10. Vertragen Sie weniger Alkohol als früher?


Wenn Sie mehrere der Fragen mit ja beantwortet haben, sind Sie zumindest gefährdet und sollten sich zu einem Beratungsgespräch anmelden.


Wer oder was hilft bei einer Suchterkrankung?

  • Beratung bei Ihrem Hausarzt/Facharzt
  • Sucht-Beratungsstellen (CARITAS, Gesundheitsamt, DROBS, Suchtberater im Betrieb)
  • Entzugsbehandlung (Entgiftung), Entwöhnungsbehandlung
  • Selbsthilfegruppen

 

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Traumatherapie 

Das integrative Therapiekonzept spricht Menschen mit Traumafolgestörungen und /oder Persönlichkeitsstörungen an, die an den Folgen traumatischer Erlebnisse in ihrer Lebensgeschichte leiden. Vor dem Hintergrund solcher Ereignisse können sich Bewältigungsstrategien entwickeln, die in der heutigen Lebenssituation zu neuen Problemen führen. Manchmal scheinen sich zwischenmenschliche Konstellationen und Situationen in tragischer Weise zu wiederholen und das Leben zu bestimmen, wie z.B. bis an oder über die eigene Leistungsgrenze hinaus zu arbeiten, um sich wertvoll zu fühlen. Das therapeutische Angebot bietet die Chance aktuelle Probleme vor dem Hintergrund der individuellen Lebensgeschichte zu verstehen und zu entaktualisieren. Im Therapieverlauf werden die zu Problemen führenden Verhaltensweisen erkannt und durch Entwicklung günstigerer Verhaltensweisen positiv verändert. Nähere Informationen zu den Angeboten des Krankenhauses finden Sie hier.

Kontaktdaten:

Magdalena-Station
T (02131) 5292 8400
Oberärztin Beate Grimmer
Psychologin Bettina Pleiß 

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Zwangsstörungen

 

Zwangsstörungen umfassen Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen, die die Betroffenen selbst als sinnlos ansehen, gegen die sie sich jedoch nicht wehren können. Die Störung wird als übertrieben oder unbegründet erlebt und ist häufig mit Angst und Unbehagen verbunden.

 

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